
Foto/Quelle: NDR – Zur Originalseite
KI-Zusammenfassung / Den Originaltext vom NDR finden Sie hier
Die Inszenierung von Walter Moers‘ Zamonien-Bestseller „Die Stadt der Träumenden Bücher“ durch den ungarischen Regisseur Viktor Bodó am Hamburger Schauspielhaus ist eine fulminante Liebeserklärung an das Buch und das Lesen. Die Produktion gilt als schlicht umwerfendes Spektakel, das technisch, musikalisch und tänzerisch keine Wünsche offenlässt.
Die Umsetzung des fantasievollen Stoffs wurde auch von langjährigen Moers-Fans hoch gelobt. Die Kostüme sind ein Fest, das die bizarre Welt Zamoniens perfekt einfängt – etwa durch Bücherstapel statt Köpfen, ausgestopfte Hosenbeine, rote Pumuckl-Mähnen und metallisch schimmernde Anzüge. Die Kulisse, entworfen von Zita Schnabel, ist ein sich ständig verschiebendes Labyrinth aus altertümlichen Treppen und Bücherwänden.
Die Handlung führt in die Mega-Bibliothek Buchhaim, die Heimat fantastischer Wesen. Hier sucht der junge Hildegunst von Mythenmetz, der das Zeug zum größten Schriftsteller Zamoniens hat, nach dem Verfasser eines genialen Manuskripts, das sein Dichterpate ihm hinterließ. Das Lesen des Textes löst in Hildegunst intensive emotionale Zustände aus. In der Stadt der Antiquare, Bücherjäger und Buchlinge lernt er auf unsanfte Weise, dass Bücher gefährlich sein können.
Regisseur Bodó inszeniert die Magie der Literatur mit starken filmischen und grotesken Elementen, wobei er Anleihen beim Gruselfilm der 1920er Jahre nimmt. Er zeigt eindrücklich, welche Bilder und Gefühle beim Lesen im Kopf entstehen. Getragen wird die gesamte Aufführung von einem großen Ensemble aus Musikern, Tänzern und Schauspielern, die sichtlich Freude am überzeichneten Spiel haben. Die Produktion ist eine Feier der Fantasie und der Literatur, die in der modernen Welt als bedroht gilt. Obwohl die Moral, dass Bücher wichtig bleiben sollen, vermittelt wird, steht sie nie unangenehm im Vordergrund. Die Aufführung wird als angekündigtes „rasantes Spektakel“ gefeiert.
KI-Zusammenfassung / Den Originaltext vom NDR finden Sie hier
