DB Regio startet Hamburg–Westerland

Ersatzkonzept in wenigen Wochen entwickelt • Stabiler Fahrplan • Durchgehender Stundentakt zwischen Hamburg-Altona und Husum • Ausreichende Kapazitäten

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Vom Fahrplanwechsel am Sonntag, 11. Dezember bedient die DB Regio AG das sogenannte Bahnnetz West, die 238 Kilometer lange Strecke zwischen Hamburg-Altona und Westerland auf Sylt. DB Regio hatte sich in der Ausschreibung des Nahverkehrs Schleswig-Holstein durchgesetzt und den Zuschlag für den Betrieb des Netzes, das in den letzten elf Jahren von der NOB gefahren wurde, erhalten.
„Der Start des Netzes lief leider nicht so wie von uns geplant. Sechs Wochen vor dem Start mussten die 90 Fahrzeuge, die wir übernehmen sollten, wegen Kupplungsproblemen aus dem Verkehr gezogen werden. Wir hatten also binnen kürzester Zeit ein Ersatzkonzept zu entwickeln. An diesem haben viele Kolleginnen und Kollegen mit enormen Engagement gearbeitet“, so Torsten Reh, Leiter DB Regio Nord.

DB Regio hat überall in Deutschland nach passenden Zügen gesucht und so eine Flotte von immerhin 84 Fahrzeugen zusammenstellen können. Oberste Priorität für den Ersatzfahrplan ist den Kunden einen stabilen Fahrplan, ausreichende Kapazitäten, verlässliche Reisendeninformationen sowie die schrittweise Erhöhung des Komforts zu bieten. „Klar ist, mit dem Ersatzkonzept können wir keinen einwandfreien Betrieb sicherstellen, auch wenn wir das unseren Kunden nur zu gern bieten wollen“, führt Reh aus.

Gegenüber dem derzeitigen Notkonzept wird es ab kommenden Sonntag mehr Platzkapazitäten geben und es werden alle fahrplanmäßigen Züge angeboten. Auch auf der Strecke Heide – Itzehoe werden alle Züge der RB 62 verkehren. In den Hauptverkehrszeiten werden in den Zügen zwischen Westerland und Niebüll mindestens 400 Sitzplätze angeboten.

DB Regio arbeitet hier eng mit DB SyltShuttle zusammen, um ein verlässliches Betriebsprogramm anbieten zu können. Damit Anschlussverbindungen funktionieren, wird es unter Federführung von DB Regio eine enge Abstimmung der Anschlüsse in Niebüll, Husum, Heide und Itzehoe geben. Es ist erklärtes Ziel die Abweichungen zum Regelkonzept so schnell wie möglich zu beseitigen. Nach derzeitigen Erkenntnissen werden die geplanten Fahrzeuge für die Marschbahn frühestens Ende März 2017 zur Verfügung stehen.

Der DB Streckenagent informiert mit Push-Informationen bei Störungen auf der abonnierten Strecke.
Auf der Strecke Hamburg – Westerland/Sylt können die IC- und Sylt-Shuttle Plus- Züge ohne Aufpreis genutzt werden. Auch das Quer-durchs-Land-Ticket, das Schönes-Wochenende-Ticket sowie das Schleswig-Holstein-Ticket (SH-Ticket) und Schwerbehindertenausweise mit gültiger Wertmarke werden anerkannt. Die Regelung ist befristet bis Sonntag, 18. Dezember 2016.