Bernd Lucke ist für Ende der Uni-Sicherheitsmaßnahmen

Bernd Lucke, Wirtschaftswissenschaftler und AfD-Mitbegründer, verlässt den Hörsaal der Universität Hamburg. Foto: Markus Scholz/dpa

Hamburg (dpa/lno) – Gut drei Monate nach den Tumulten um die Rückkehr von AfD-Mitbegründer Bernd Lucke an die Universität Hamburg sieht der Professor den Zeitpunkt gekommen, ohne Sicherheitsvorkehrungen auszukommen. «Ich wäre dafür, die Sicherheitsmaßnahmen jetzt zu beenden. Irgendwann muss man ja doch ausprobieren, was passiert», sagte Lucke der Deutschen Presse-Agentur wenige Tage vor Ende der Vorlesungszeit im Wintersemester. Die Hochschule konnte auf Anfrage noch keine Aussage treffen, wie es mit den Sicherheitsvorkehrungen weitergeht. Derzeit ist ein privater Sicherheitsdienst im Einsatz, es gibt zudem Einlasskontrollen.

Der 57-jährige Lucke hatte die Partei AfD 2015 verlassen, 2019 kehrte er an die Uni zurück. Seine erste Makroökonomie-Vorlesung Mitte Oktober verhinderten Hunderte Demonstranten im Saal. Er wurde als «Nazischwein» beschimpft, geschubst und niedergebrüllt. Beteiligt waren auch Mitglieder der «Antifaschistischen Aktion» (Antifa). Laut Polizei gab es in den vergangenen Wochen keine Störungen mehr.