Neuer Anleger für Traditionsschiffe

Die Traditionsschiffe der Metropolregion Hamburg bekommen eine neue feste Anlaufstelle mitten im Hamburger Hafen. Am Bremer Kai bei den historischen 50er Schuppen errichtet die Stiftung Hamburg Maritim eine neue Pontonanlage.

An den Gesamtkosten von 900.000 Euro beteiligen sich neben Hamburg mit 225.000 Euro auch die Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein mit je 112.500 Euro über die Förderfonds der Metropolregion Hamburg. Jeweils 150.000 Euro tragen die Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, die Stage Entertainment GmbH sowie die Stiftung Hamburg Maritim. Für den neuen Anleger kauft und überarbeitet die Stiftung Hamburg Maritim drei Pontons, die mit einem bereits vorhandenen Ponton verbunden werden. Damit stehen Traditionsschiffen circa 200 Meter Anlegeplatz zur Verfügung.

Die Pontonanlage wird durch eine Bogenbrücke mit dem Bremer Kai verbunden. Damit bietet diese Anlage genügend Liegeplätze für unterschiedlichste Schiffe. Traditionsschiffe aus der Metropolregion wie der Raddampfer KAISER WILHELM aus Lauenburg, das Feuerschiff ELBE 1 aus Cuxhaven oder die Besan-Ewer WILHELMINE und WINDSBRAUT aus Stade bekommen hier ein vorrangiges Liegerecht. Somit können sie den Hamburger Hafen zukünftig regelmäßig anlaufen.

In den Museumshäfen in Övelgönne und im Sandtorhafen liegen viele Traditionsschiffe dauerhaft, nicht alle Schiffe können dort anlegen. Künftig können auch Barkassen den Anleger zum Beispiel von den St. Pauli-Landungsbrücken, der Elbphilharmonie und dem Anleger der Stage Musical Theater anfahren.

Dabei bieten die neuen Pontons bei den 50er Schuppen Besuchern die Möglichkeit, bequem solche maritimen Attraktionen wie das Hafenmuseum, die alte Hafenbahn, historische Kaischuppen, Schiffe und Kräne per Schiff zu erreichen. Und: Die Anlage befindet sich vis-a-vis zum Oswaldkai. Nirgendwo sonst im Hamburger Hafen kann man den modernen Seegüterumschlag so hautnah erleben wie dort, auf dem neuen Ponton der Stiftung Hamburg Maritim.

FOTO: SHMH